Schnellzuglokomotive 18 316


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Bezeichnungen und Eigentümer:

1919-1925: IV h "1005" (BadStB)

1925-1949: 18 316 (DRB)

1949-1968: 18 316 (DB)

1968-1969: 018 316-0 (DB)

1970-1992: 18 316 (DB, Leihgabe an Pott's Park bei Minden)

1992-2002: 18 316 (LTA - Landesmuseum für Technik und Arbeit, Leihgabe an UEF - Ulmer Eisenbahnfreunde)

seit 2002: 18 316 (LTA - Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim)

Hersteller:

J.A. Maffei (München), Baujahr: 1919, Fabriknummer: 5091

Verzeichnis der eingebauten Kessel:

1919-1925: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1919, Fabriknummer: 5091

(seit 03.11.1919, neu mit Lok 1005)

1925-1926: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5110

(seit 14.08.1925, von Lok 18 324)

1926-1927: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5094

(seit 09.07.1926, von Lok 18 319)

1927-1930: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5108

(seit 31.08.1927, von Lok 18 314)

1930-1938: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5113

(seit 1930, von Lok 18 315)

1938-1944: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5094

(seit 20.07.1938, von Lok 18 302)

1944-1956: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5111

(seit 1944, von Lok ?)

1956-1965: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5112

(seit 06.09.1956, von Lok 18 323)

seit 1965: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5111

(seit 08.09.1965, von Lok 18 319)

Verzeichnis der gekuppelten Tender:

seit 1952: J.A. Maffei (München), Baujahr: 1920, Fabriknummer: 5110

(Typ bad 2'2'T29,6, seit 16.05.1952, von Lok ?)

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Ablieferung:

Oktober 1919

Endabnabnahme:

03.11.1919

Stationierungen und Untersuchungen:

Bw Offenburg: ?.?.1919 - 30.10.1933

 

Bw Koblenz-Mosel: 31.10.1933 - 20.12.1942

 

Bw Bremen Hbf: 21.12.1942 - 07.04.1945

 

Bw Soltau: 08.04.1945 - ?.?.1946 (abgestellt)

 

Bw Bremen Hbf: ?.?.1946 - 20.09.1948

 

Eaw München-Freimann: 19.12.1951 - 16.02.1952 (L 4)  

 

LVA Minden: 17.02.1952 - 27.09.1968

 

Eaw Ingolstadt: ?.?.1954 - 21.08.1954 (L 2)

 

Eaw Ingolstadt: ?.?.1956 - 06.09.1956 (L 3)

 

Aw Ingolstadt: 20.12.1956 - 22.01.1957 (L 0)

 

Aw Ingolstadt: 06.06.1958 - 12.08.1958 (L 0)

 

Aw Ingolstadt: 01.03.1959 - 23.04.1959 (L 0)

 

Aw Braunschweig: 15.07.1960 - 15.07.1960 (L 0)

 

Aw Ingolstadt: 06.09.1960 - 01.03.1961 (L 2)

 

Aw Nied: 22.02.1962 - 17.04.1962 (L 0)

 

Aw Braunschweig: ?.?.1962 - 06.11.1962 (L 0)

 

Aw Braunschweig: 16.07.1963 - 08.08.1963 (L 0)

 

Aw Nied: 15.10.1964 - 08.09.1965 (L 2)

 

Aw Nied: 11.10.1965 - 04.11.1965 (L 0)

 

Aw Nied: 11.03.1966 - 21.03.1966 (L 0)

 

Bw Lehrte 28.09.1968 - 01.01.1969

 

 

 

z-Stellung:

01.01.1969

Ausmusterung:

10.07.1969

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Stand:

Februar 2018

Eigentümer:

Technoseum - Landesmuseum für Technik und Arbeit

Standort:

68165 Mannheim (Museumsstraße 1)

Zustand / Status:

Rollfähige und vollständig erhaltene Museumslokomotive in gepflegtem Zustand (betriebsfähig von 1994 bis 2002). Die zukünftige Erhaltung der Lok kann als gesichert gelten.

Bemerkungen:

Die Lok wurde nach einer Gesamtlaufleistung von 2.667.649 km Ende 1968 abgestellt.

Am 11. und 12.Mai 1970 wurde die Lok als Denkmal im "Pott's Park" in Minden aufgestellt und blieb dort bis zum 10.Juli 1992. Im Jahr 1992 wurde die Lok von der DB per Leihvertrag bis 2022 dem Landesmuseum für Technik und Arbeit überlassen. Das Museum bereitete mit der Unterstützung von Eisenbahnfreunden die Wiederinbetriebnahme der badischen Schnellzuglok vor. Am 3.August 1992 wurde die Lok von Minden nach Piła teilweise im Schlepp von Dampflokomotiven überführt und im November 1992 wurden die Arbeiten zur betriebsfähigen Instandsetzung im Werk Piła [Schneidemühl] begonnen. Bereits am 16.November 1994 erfolgte die erste Probefahrt nach der Untersuchung und am 12.Dezember 1994 wurde die Abnahmefahrt zwischen Piła und Krzyż [Kreuz] durchgeführt, bei der sich bereits erhebliche Mängel zeigten. Dennoch wurde die Lok am 15.Dezember 1994 ohne weitere Nacharbeiten von Piła nach Cottbus überführt und erhielt im dortigen Bahnbetriebswerk Zugbahnfunk und eine Indusi-Anlage. Bei den ersten öffentlichen Fahrten am 18. (Cottbus - Görlitz) und 19.März 1995 versagte die Lok den Dienst. Der badische Renner hüllte sich in eine Dampfwolke, die Sicherheitsventile bliesen pausenlos ab und die Indusi fiel aus. Während der Fahrt von Cottbus nach Arnstadt erlitt die Lok einen Schaden am rechten Treibstangenlager, so daß die Fahrt für die 18er im Bahnhof Mockrehna ihr vorläufiges Ende fand. Von dort wurde die Lok in das Bw Halle G überführt und durch Fachleute begutachtet. Dabei traten die Mängel an der Dampfverteilung zwischen Hoch- und Niederdruckzylinder, eine fehlerhafte Einströmung am dritten Zylinder und die mangelhafte Abdichtung aller Zylinder zu Tage. Nach der teilweisen Behebung der Mängel traf die Lok am 24.März 1995 in Arnstadt ein, konnte am 25.März den geplanten Sonderzug bespannen, erreichte mit Schubunterstützung durch 44 1093  Schweinfurt und wurde von E 18 047 mit ihrem Sonderzug bis nach Mannheim gezogen. Bereits am Folgetag fiel die Lok vor einem Sonderzug von Mannheim nach Karlsruhe erneut wegen eines Lagerschadens aus. Im April 1995 wurde die Lok daher in das DLW Meiningen überführt, um die Mängel beheben zu lassen, damit die Lok in einen einsatzfähigen Zustand gebracht werden konnte. Am 24.April 1996 konnte die Lok schließlich das DLW Meiningen nach den erforderlichen Nacharbeiten in betriebsfähigem Zustand verlassen. Nach der erfolgreichen betriebsfähigen Aufarbeitung wurde die Lok in die pflegenden Hände der UEF - Ulmer Eisenbahnfreunde übergeben. Wegen eines Risses im Radreifen der ersten Treibachse musste die IV h am 12.Juni 2000 abgestellt werden und wartete bis April 2002 in Meiningen auf eine erneute Untersuchung. Wegen zu hoher Kosten wurde diese Untersuchung  nicht durchgeführt und die UEF gaben die Maschine zurück an das Landesmuseum. Vom 27.April 2002 bis April 2007 stand die Lok dann im Schuppen der ehemaligen Fahrleitungsmeisterei Mannheim und wurde durch den Verein Historische Eisenbahn Mannheim betreut. In dieser Zeit waren Lok und Tender wegen der Kürze des Schuppens getrennt. Seit dem 1.Januar 2007 ist die Lok im Besitz des LTA - Landesmuseum für Technik und Arbeit Mannheim. Die Lok musste im April 2007 das Gelände am Bahn-Umspannwerk, wo sie vom Verein Historische Eisenbahn Mannheim e.V. betreut wurde, verlassen und wurde ins Landesmuseum überführt. Am 25.April 2007 wurde die Lok vor dem Landesmuseum in Mannheim aufgestellt. Im Herbst 2014 wurde die Lok mit Bretterwänden umhüllt und im zweiten Halbjahr 2015 erfolgte dann eine eine gründliche Reinigung. Nach Abschluß der Arbeiten erstrahlt die Lok wieder in altem Glanz, steht jedoch mit weiteren Museumsfahrzeugen recht ungeschützt unter einem Vordach im Gelände des "Technoseum" in Mannheim.

Untersuchungen als Museumsfahrzeug:

Piła 16.11.1994

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Quellen in Printmedien:

RuS 3/1972(5,B), em 8/1991(9), EK 4/1992(22), em 5/1992(9,B), EK 6/1992(23,B), LR 6/1992(33), EK 9/1992(19,B;21), em 9/1992(6,B), em 1/1993(20ff,B), EK 2/1994(13), em 6/1994(12,B), EK 10/1994(32f), EKAsp 1/1994(159), EK 1/1995(7,B), em 1/1995(16f,B), EK 2/1995(6,B), em 3/1995(9,B), EK 5/1995(26ff,B), em 5/1995(26ff,B), LRS 158/1995(70f,B;102), em 1/1995(16f,B), EK 6/1995(17), LRS 162/1995(28,B), EK 11/1995(27,B), EK 4/1996(8f,B), EK 7/1996(26,B), LR 3/1997(33,B), em 4/1997(21), EK 8/1997(22,B), LR 11/1998(35,B), EK 2/1999(29,B), EK 10/2000(29), EK 5/2002(25), DS 3/2002(103), EK 6/2002(21), DS 4/2002(81), EK 7/2002(26,B), em 8/2002(10), EK 5/2003(24), DS 4/2004(87f,B), EK 5/2006(24), EK 5/2007(24), EK 6/2007(24,B), LRS-HistTfzge 01/2008(8), EK 2/2016(31), EK 3/2018(56ff,B)

Quellen im Internet:

Informationen und Bilder zur 18 316 auf der Seite der UEF - Ulmer Eisenbahnfreunde

Weitere Bilder:

 

Erstellt am 28.11.2012, letzte Änderung am 21.07.2019

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